Geschichte - Namen - Fakten

Damals wie heute setzen sich CSU-Mitglieder, Mandatsträger und Abgeordnete für Aufbau und Sicherung von Eigentum und Werten ein. Stabile Außen- und Wirtschaftspolitik erhalten Sicherheit und Wohlstand. Die Mitglieder wollen Natur und Heimat bewahren, Bildungsangebote fördern und Familien unterstützen.

Erfahren Sie hier mehr über die Gründung des CSU-Ortsverbandes, der Frauen-Union (FU) und der Jungen Union (JU).


Gründung des CSU-Ortsverbandes im Winter 1945

"Die Christlich-Soziale-Union ist eine politische Partei zur Sammlung und Vertretung aller Volkskreise, die die von Gott gewollte Ordnung des Lebens bejahen." Dieser Satz steht in der Präambel, die zur Gründung des Ortsverbandes vorgelegt wurde.

Treffen im Katholischen Pfarrhaus 

Dr. Josef Müller aus Steinwiesen

Erster Landesvorsitzender der Christlich Sozialen Union war der in Steinwiesen / Landkreis Kronach geborene Jurist Dr. Josef Müller. Zusammen mit Dekan Adam Männlein, Bürgermeister Baptist Thron, Albert Hertel, Heimatdichter Andreas Bauer, Brauerei-Besitzer Lothar Kaiser und Schirmfabrikanten Hans Pabstmann bereitete er im Herbst 1945 die Gründung des Ortsverbandes vor.

Dekan Adam Männlein

Den vorbereitenden Ausschußsitzungen gehörten auch amtierender Landrat Dr. Josef Witzgall und der Schulrat an. Die Treffen fanden im Katholischen Pfarrhaus statt und bedurften damals der Genehmigung durch die amerikanische Militär-Regierung, da Versammlungs- und Ausgangssperre verhängt war.



Amerikanische Militärregierung genehmigte Lizenzierung des Verbandes 

Bei zahlreichen Werbeveranstaltungen mußte man aufgrund der großen Nachfrage in das damalige Kino "Kronacher Filmspiele" am Herrenmühlweg ausweichen. Hier stellte Dr. Josef Müller das Parteiprogramm vor. Der Antrag auf Lizenzierung des Verbandes wurde von den amerikanischen Militärbehörden am 27. Dezember 1945 genehmigt. Zwei Frauen und 28 Männer gründeten den CSU-Ortsverband Kronach. 

Als erste Aufgabe stand die Vorbereitung der Stadtratswahlen am 27. Januar 1946 an. Hier erreichte die CSU acht Mandate von insgesamt 12 Mandaten. Der Stadtrat wählte damals aus seiner Mitte Baptist Thron zum Ersten Bürgermeister.

CSU stark vor Ort 

Lucas Cranach Straße, Kronach - Foto: Kreisheimatpfleger Dr. Robert Wachter

Die Kronacher CSU hat sich von Beginn an in der Kommunalpolitik stark engagiert und viel erreicht. Wohnungsbau und Infrastruktur waren in der Nachkriegszeit unter Bürgermeister Baptist Hempfling die wichtigsten Maßnahmen. Auch hat er den Neubau des heutigen "Crana Mare" in die Wege geleitet. Noch heute profitiert die Kreisstadt von der eigenen Wasserversorgung durch vier Tiefenbrunnen, die ebenfalls unter seiner Amtszeit entwickelt und ausgebaut wurde. Die Gebietsreform 1972-1978 wurde von ihm maßgeblich mit vorbereitet.

Altbürgermeister Baptist Hempfling und Herbert Schneider

Zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen, Straßen- und Kanalbau fielen in die Amtszeit von Bürgermeister Herbert Schneider. Die Landesgartenschau im Jahre 2002 wurde von der CSU-Fraktion und 2. Bürgermeister Joachim Doppel aktiv unterstützt. Landtagsabgeordneter a. D. Heinz Hausmann setzte sich auf kommunaler und auf Landesebene hauptsächlich für soziale Belange ein.

CSU-Ortsvorsitzende

1945-1946 Hans Pabstmann

1946-1947 Hans Schedel

1947-1952 Baptist Hempfling

1952-1958 Ludwig Monheim

1958-1963 Georg Schedel

1963-1964 Otto Neukum

1964-1966 Franz Patzina

1966-1972 Georg Schedel

1972-2011 Heinz Hausmann

ab 2011 Angela Hofmann


Frauen-Union für gleichberechtigtes Miteinander

Aber nicht nur der CSU-Ortsverband Kronach feiert 2015 Jubiläum – fünf Jahre später, im Jahre 1950, wurde der Ortsverband der Frauen-Union Kronach (FU) gegründet. Frauen, die auf allen politischen Ebenen in der Verantwortung stehen, tragen zum selbstverständlichen, gleichberechtigten Miteinander bei. Das ist ein wichtiges Ziel der Frauen-Union.

Kronacherin Gertrud Strangfeld erste Bezirksvorsitzende der Frauen-Union

Josefine Alt gründete 1950 die Frauen-Arbeitsgemeinschaft der CSU. Sie war im Katholischen Frauenbund aktiv und erkannte die Notwenigkeit, dass Frauen in Politik und Gesellschaft mitwirken müssen. Mitbegründerin Gertrud Strangfeld übernahm bald darauf den Vorsitz des Ortsverbandes. 1956 wurde der Kreisverband der Frauenarbeitsgemeinschaft gegründet. Gertrud Strangfeld wurde zur ersten Kreisvorsitzenden, und kurz darauf - 1957 - zur ersten Bezirksvorsitzenden der Frauenarbeitsgemeinschaft in Oberfranken gewählt.

1968 wurde die Frauen-Arbeitsgemeinschaft der CSU in Frauen-Union umbenannt. Lange Jahre führte Gerda Jörg aus Marktrodach den Kreisverband der Frauen-Union. Derzeit ist die frühere Stadträtin Mathilde Hutzl FU-Kreisvorsitzende.

FU-Ortsvorsitzende

1950-1970 Gertrud Strangfeld

1970-1973 Gerlinde Liebhardt

1973-1985 Maria Bullinger

1985-1986 Gerda Joerg

1986-1997 Gertrud Tempte

1997-2011 Wiltrud Hofmann

2011-2015 Gertrud Deckelmann

ab 2015- Waltraud Fehn



JU vertritt Interessen junger Menschen

Bereits seit einem halben Jahrhundert gibt es in Kronach den Ortsverband der Jungen Union. Die CSU-Nachwuchsorganisation ist eine wichtige Arbeitsgruppe innerhalb der Unionsverbände, weil sie genauso wie die FU wichtige Impulse für die politische Arbeit liefert und sich für die Interessen junger Menschen einsetzt. Heinz Hausmann hatte in den 70er-Jahren als JU-Vorsitzender die Großkundgebungen an der Welitscher Grenze zum 17. Juni organisiert. Aus einem Traum der Jungen Union wurde 1989 Wirklichkeit.

Vorstandschaft des JU-Ortsverbandes Kronach im Jahre 2005

Vor allem Themen wie Einzelhandel, Barrierefreiheit, Freizeitangebote, Tourismus / Festung hat die JU Kronach auf lokaler Ebene bearbeitet. Durch zahlreiche Veranstaltungen wie Musikfest am Altstadtfest-Abend, Schaum-Partys, City-Night in der Kühnlenzhofpassage und viele weitere, gelang es den JU-Mitgliedern Angebote für Jugendliche zu schaffen.


JU-Ortsvorsitzende

1965-1967 Dr. Felix Renner

1967-1971 Heinz Hausmann

1971-1974 Helmut Köhler

1974-1979 Hans Wich

1979-1981 Willi Arbeiter

1981-1985 Wolfgang Hümmer

1985-1991 Karl-Heinz Pohl

1991-2000 Angela Hofmann

2000-2005 Johannes Güntner

2005-2011 Daniela Thüroff, geb. Fischer-Petersohn

2011-2013 Matthias Foidl

2013-2016 Jörg Schnappauf

ab 2015 Markus Rieger